Archiv der Kategorie 'Nein zum Krieg! - Nein zur Nato!'

Friedensfest in Graal-Müritz auch 2015 ein großartiger Erfolg

Vergangenen Sonnabend fand in Graal-Müritz bei schönstem Sommerwetter das 11. Friedensfest der LINKEN statt. Wie jedes Jahr präsentierten sich Verbände, Gewerkschaften, Stiftungen und andere Organisationen des gesellschaftlichen Lebens vor der Seebrücke. Auch die linksjugend [’solid] MV war mit einem Infostand vor Ort. Neben Flyer und Aufklebern verteilten wir unsere CD Bundeswehr raus aus den Schulen“ und verteilten Überraschungstüten an die Gäste und Urlaube*innen.


Bei Sonnenschein und leichtem Wind machte das Friedensfest gleich doppelt so viel Spaß. :)


Allzeit bereit – mit entschlossener Miene und luftigem Strohut ;)


Auch DIE LINKE. Rostock war mit ihrer Zuckerwattemaschine vor Ort.


Nicht alle Überraschungstüten wurden auf dem Fest verteilt… einige fanden ihren Weg an die Menschen auch auf andere Weise.

Gemeinsamer Antrag an den Kreisparteitag der LINKEN. Rostock

Vergangenen Sonnabend fand die zweite Tagung des vierten Kreisparteitages der Partei DIE LINKE. Rostock statt. Folgend dokumentieren wir den gemeinsamen Antrag des Kreisvorstandes der Rostocker LINKEN, der Hochschulgruppe DIE LINKE.SDS Rostock und der linksjugend [’solid] Rostock, der ohne Gegenstimmen oder Enthaltungen angenommen wurde:

Am 8. Mai 2015 begehen wir den 70. Jahrestag der Befreiung Deutschlands vom Faschismus. Die Anstifter und Nutznießer der von den Nazis und ihren Helfershelfern begangenen Menschheitsverbrechen – wie der ungeheure Raub-, Eroberungs- und Vernichtungskrieg samt Völkermord an den europäischen Juden – waren die deutschen Banken und das deutsche Großkapital, allen voran die Chemie- und Rüstungskonzerne. Wir werden alles dafür tun, dass von deutschem Boden nie wieder Krieg ausgeht.

Als Mitglieder der Partei DIE LINKE, als Rostockerinnen und Rostocker erinnern wir daran, dass unsere Stadt von Soldaten der Roten Armee befreit wurde. Wir werden stets die Erinnerung daran wachhalten, dass den Völkern der Sowjetunion durch deutsches Weltmachstreben der höchste Blutzoll auferlegt worden ist. Jeglichen Versuchen, die Rolle der Sowjetunion im Kampf gegen den Faschismus zu schmälern, müssen wir entschieden entgegentreten.
Wir als Rostocker LINKE haben in den vergangenen 25 Jahren dazu beigetragen, dass der Schwur von Buchenwald nicht zur Fußnote der Geschichte wurde, sondern als Vermächtnis für die Gegenwart weiterlebt. Nicht nur an runden Jahrestagen, sondern an jedem Tag. So soll es bleiben. Deshalb unterstützen wir auch die Forderung des Parteivorstandes der Partei DIE LINKE, den 8. Mai in ganz Deutschland zu einem gesetzlichen Gedenk- und Feiertag zu machen.

Mit der gleichen Konsequenz und Beharrlichkeit stellen wir uns all jenen in den Weg, die aus der Geschichte nichts gelernt haben. 70 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges wird auf erschreckende Weise deutlich, dass faschistisches Gedankengut bis heute überlebt hat. Unterkünfte für Flüchtlinge brennen. Wer sich für Menschen in Not einsetzt, wird mit Gewalt und Tod bedroht. Wir Rostocker LINKE appellieren an die Bevölkerung: Wacht endlich auf! Es gibt keinen einzigen Grund, Angst vor Flüchtlingen zu haben. Im Gegenteil, diese Menschen brauchen unseren Schutz gegen Intoleranz und Dummheit. Nicht Flüchtlinge tragen Schuld am Sozialabbau und leeren öffentlichen Kassen, sondern die Politik der Großen Koalition. In Schwerin und Berlin sitzen die Ansprechpartner für Protest – nicht in Flüchtlingsunterkünften. Als LINKE werden wir konsequent über diese politischen Zusammenhänge aufklären. Hier ist jeder von uns gefordert, dieses Anliegen mit Leben zu erfüllen.

Wir fordern von allen politischen Kräften, dass sie sich unmissverständlich von jeder Form von Rechtsextremismus (dazu zählen wir auch AfD und PEGIDA) distanzieren. Der Kampf gegen Fremdenhass muss von allen demokratischen Parteien engagiert geführt werden – nur dann ist er zu gewinnen. Wer mit Rassisten redet, bereitet ihrer Ideologie den Weg.

Antifaschistische und antirassistische Initiativen wie „MV für alle“ und engagierte Einzelpersonen können stets auf unsere Unterstützung zählen. Wir solidarisieren uns mit Karen Larisch, die sich als linke Güstrower Kommunalpolitikerin auf vorbildliche Weise für Menschen in Not einsetzt. Lass Dich nicht einschüchtern, Karen! Wir fordern die Große Koalition in Schwerin auf, endlich mit der gebotenen Härte gegen rechtsextreme Umtriebe vorzugehen und linken Protest nicht länger zu kriminalisieren.

„Die Anstalt“ vom 23.09.2014

Die aktuelle Folge der Sendung „Die Anstalt“ vom 23. September 2014 wollen wir euch nicht vorenthalten. ;-)

Pressemitteilung: Filmvorführung „Jarhead – Willkommen im Dreck!“ am 25. September im Bildungskeller der Universität Rostock

Am 25. September zeigt die linksjugend [’solid] Rostock den Film „Jarhead – Willkommen im Dreck!“ im Bildungskeller (Ulmenstraße 69, Haus 3) an der Universität Rostock. Die Vorführung beginnt 18 Uhr.

1990. Nachdem der Irak in sein Nachbarland Kuwait einmarschiert ist, mischen sich die USA gemeinsam in den Krieg ein. Vor diesem Hintergrund spielt „Jarhead“.
Der junge Anthony Swofford, der die zentrale Filmfigur darstellt, geht zur US-Army und wird dort als Scharfschütze ausgebildet. Seine zunächst heroischen Vorstellungen von der Armee und vom Krieg verwirft „Swoff“, wie er von seinen Freunden genannt wird, jedoch schnell. Bereits in der Ausbildung stirbt ein Rekrut durch Maschinengewehrfeuer bei einem Unfall. Doch der eigentliche Schrecken steht ihm noch bevor: Swoff wird zusammen mit zehntausenden anderen Soldaten nach Saudi-Arabien verlegt. Fern von seiner Familie und seiner Freundin wird der Einsatz für ihn zur Hölle auf Erden. Doch auch nach seiner Rückkehr in die USA ist nichts wie vorher. Swoff steht vor den Scherben seines zerbrochenen Lebens.

Der Film macht eines deutlich: Krieg ist kein Spiel, sondern tödlicher Ernst. Im Anschluss an den Film wird es die Möglichkeit zur Diskussion geben.

Der Eintritt ist frei. Neonazis und Angehörige rechtsradikaler Gruppen oder Organisationen sind von der Veranstaltung ausgeschlossen. Die Veranstaltung findet statt mit freundlicher Unterstützung der Partei DIE LINKE. Mecklenburg-Vorpommern.

Bei weiteren Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung unter solid-rostock[ätt]gmx.de.

Internet: http://solidrostock.blogsport.de/
Facebook: https://www.facebook.com/pages/Linksjugend-solid-Rostock/443586225676844

Rückschau und Ausblick zu unseren antimilitaristischen Aktionen im September

Seit Wochen tobt in der Hansestadt der Bundestagswahlkampf und auch die linksjugend [’solid] Rostock beteiligte sich mit vielen Aktionen und Initiativen an der besonders politisierten Zeit vor den Wahlen.

Weltfriedenstag – auch 2013 mit unserer Beteiligung
Schon in den frühen Morgenstunden staunten die ersten Rostocker_Innen nicht schlecht: an vielen Orten hingen weiße Friedenstauben mit der Aufschrift „Frieden – DIE LINKE.“ Die Papiertauben wurden zuvor von Mitgliedern der Partei und Aktivist_Innen der linksjugend [’solid] gehangen.
Wie in den vergangenen Jahren haben wir uns auch 2013 an der Kundgebung des Rostocker Friedensbündnisses zum Weltfriedenstag am ersten September mit einem Infostand beteiligt. Neben den Flugblättern und Stickern unserer landesweiten Kampagne „Stell dir mal vor wie schön das wär‘ …“ haben wir die Musiksampler „Bundeswehr raus aus den Schulen“ und einiges andere Marterial veteilt. Trotz des relativ miesen Wetters kamen mehrere dutzend Menschen auf den Rostocker Uni Platz und informierten sich nicht zuletzt über die angespannte Lage in Syrien.

Antimilitaristischer Infostand am Stadthafen
Infostände an sich klingen ziemlich langweilig und werden in der Regel von den Menschen kaum oder garnicht beachtet. Anders sollte es bei unserem Infostand mit Gesprächscafé am 13. September auf der Headgehalbinsel sein. Im Vorraus des Standes verteilten wir rund 1.000 Flugblätter vor Schulen und an anderen Orten und machten so auf uns aufmerksam. Besonders interessant schien der dem Flyer beigefügte Gutschein zu sein. Beim Vorzeigen eines der Flugblätter gab es eine kostenlose Cola bzw. Limonade – Fair Trade, versteht sich.

Bei sonnigem Wetter und ausgelassener Stimmung konnten so manche Gespräche mit jüngeren und älteren Menschen geführt werden. Der volle Einsatz und die gute Vorbereitung haben am Ende unseren Stand zu einer gelungenen Aktion gemacht.

Zentrale Wahlkampfveranstaltung in Rostock
Am 15. September fand auf dem Universitätsplatz die zentrale Wahlkampfveranstaltung der LINKEn in Rostock statt. Als Gastredner war Gregor Gysi eingeladen. Bereits Tage und Wochen vor der Veranstaltung wurden mehrere zehntausend Flyer verteilt und hunderte Plakate an die Laternen gehängt, um auf dieses Großevent hinzuweisen.
Natürlich waren wir auch hier mit am Start und stellten neben einem eigenem Stand auch Ordner. Weit über 600 Menschen kamen, um die Rede Gysis zu hören und sich an den verschiedenen Ständen mit aktuellen Informationen einzudecken. Auch an unserem Stand war das Interesse so groß, dass sich zeitweise Schlangen bildeten. Besonders beliebt waren unsere neuen Lineale mit der Aufschrift „Friedlich leben und lernen … statt morden und sterben“, die restlos verteilt wurden. Auch gingen die „Bundeswehr raus aus den Schulen“ Sampler weg wie die sprichwörtlichen warmen Semmel. Auch auch Stoffbeutel mit der Aufschrift „If nothing goes right, GO LEFT!“ wurden gerne genommen. Neugierige Blicke zogen auch die ebenfalls vom Bundesverband herausgegeben Urinellas auf sich. Die bekannten „Beim Bund ist alles doof“ und „Bundeswehr – Karriere mit Zukunft“ Sticker rundeten das Angebot ab und fanden ebenfalls den Weg in die Taschen vieler junger und – wir staunten nicht schlecht – älterer Menschen. Neue Kontakte und interessante Gespräche kamen auch hier nicht zu kurz.

Das wars? Noch lange nicht!
Wer jetzt denkt, wir müssten doch langsam müde sein, der irrt! Die nächsten Termine stehen schon fest. Kommt am 18. September ab 18 Uhr in den Bildungskeller der Universität Rostock (Ulmenstraße 69, Haus 3, immer den Schildern folgen) und seht mit uns zusammen zwei interessante Dokumentationen, die einem das Grauen des Krieges in erschreckender Echtheit nahebringen. Der Eintritt ist kostenlos. Am 25. September, genau eine Woche später und ebenfalls im Bildungskeller ab 18 Uhr, zeigen wir den Film „Jarhead – willkommen im Dreck“.
Die Veranstaltungen finden mit freundlicher Unterstützung der Partei DIE LINKE Mecklenburg-Vorpommern statt. Der Eintritt ist kostenlos. Wenn ihr kommen möchtet und nicht sicher seit, ob ihr den Weg findet, schreibt uns unter solid-rostock[ätt]gmx.de. Neofaschist_Innen ist der Zutritt untersagt, gegebenenfalls wird Gebrauch vom Hausrecht gemacht.

Weltfriedenstag 2013: Gegen Kriegsvorbereitungen! Gegen Militarisierung! Für eine friedliche und zivile Entwicklung!

Aufruf des Rostocker Friedensbündnis

Wieder wird ein Krieg herbeigelogen. Für die Feststellung, dass in einem Vorort von Damaskus Giftgas eingesetzt wurde, braucht man keine UNO-Beobachter. Das konnten bereits die „Ärzte ohne Grenzen“ bestätigen. Die UNO-Beobachter dienen nun als Feigenblatt für die Absichten der Kriegstreiber. Sie sollen das Beweismaterial für den Militärschlag liefern. Wer das Gift eingesetzt hat, sollen sie nicht untersuchen. Dafür haben sie kein Mandat. Aber selbst wenn sie es hätten: Die, die jetzt in den Startlöchern lauern, um gegen die syrische Regierung loszuschlagen, haben gar nicht vor, einen Sicherheitsratsbeschluss der UNO abzuwarten. Lieber verkaufen sie uns für dumm: Wer glaubt denn, dass die Regierung Assad unter den Augen der Weltöffentlichkeit Chemiewaffen anwendet, wo sie doch die „rote Linie“ genau kennt, jenseits derer seit Jahr und Tag mit einem Angriff gedroht wird? Der Überfall auf den Irak begann mit ebensolchen Lügen. Er ist jetzt zehn Jahre her. Nicht lange genug!

Aber es gibt einen Unterschied: Deutschland ist diesmal besser im Geschäft. Die damalige Bundesregierung verweigerte nach außen hin die Mittäterschaft und förderte heimlich die Invasion durch die Gewährung von Überflugrechten und logistischer Unterstützung. Die offizielle Bundesrepublik 2013 dagegen hat ein Eingreifen bereits begrüßt. Sie fordert zur internationalen Geschlossenheit auf, vor allem die Sicherheitsratsmitglieder, die vor einem Flächenbrand im Nahen Osten warnen. Gemeinsam in den Krieg! Das ist der Traum von einer gelingenden NATO- und EU-Strategie pur. Und gerade in diesen Tagen werden die ersten deutschen Puma-Panzer in den Arabischen Emiraten auf Wüstentauglichkeit getestet. Was bedeutet das für die kommenden Jahre?

Wir wollen wissen, wie die Verantwortlichen für den Giftgaseinsatz von Damaskus ihr mörderisches Spiel mit dem Leben tausender Zivilisten rechtfertigen. Wir wollen wissen, wie sie den Tod von über dreihundert Menschen begründen. Es muss sich sehr lohnen, wenn man mit einem solchen Aufwand einen Krieg erzwingen will. Wir wollen wissen, wer dahintersteht, wem es nützt, wer davon profitieren wird!

Und wir wollen wissen, ob die Patriot-Raketen aus Mecklenburg-Vorpommern, die an der Grenze zwischen der Türkei und Syrien stehen, in diesem Spiel eine Rolle spielen sollen. Unsere Region exportiert ja inzwischen Kriegsgerät und Soldaten weltweit. Am wenigsten gefährlich sind dabei noch die Korvetten. Bei Schießübungen während eines Manövers haben sie ihre neue Bewaffnung im Meer versenkt – zwei Raketen für eine Million Euro pro Stück. Das sind Steuergelder. Wir profitieren nicht!

Aber das wird uns eingeredet. Rostock als „Heimathafen“, als „Hauptstadt“ der Deutschen Marine, wie es sich nach der Einrichtung des Marinekommandos 2012 nennt, soll stolz sein: Es bekommt Ruhm, Ehre und Arbeitsplätze. Alles das ist aber im militärischen Bereich nicht nachhaltig. Mecklenburg-Vorpommern ist nach wie vor ein Billiglohnland. Es gibt medizinische Unterversorgung. Es herrscht Lehrermangel – wenn natürlich nicht Jugendoffiziere die Stunden vertreten und die neuen Rekruten für die Interventionsarmee Bundeswehr schon einmal auf ihre künftigen Aufgaben einstimmen!

Noch etwas in eigener Sache: Die Friedensbewegung bereitet sich in diesen Monaten auf das Jahr 2014 vor. Dann wird sich der Beginn des Ersten Weltkriegs zum hundertsten Mal jähren. Wir wollen verhindern, dass die EU bei dieser Gelegenheit wieder einmal ihr Loblied auf sich selbst singt. Es ist nicht wahr, dass sie die Lehren aus den Kriegen der Vergangenheit gezogen und in Europa Frieden geschaffen hat. Viele europäische Länder sind heute im Krieg, auch Deutschland, und wo sie zusammenarbeiten, streben sie danach, das Wirtschaftsbündnis EU als Militärmacht zu stärken. Wir in Rostock wollen auch darauf aufmerksam machen, welche politischen Folgen der Erste Weltkrieg hatte: Matrosenaufstände, eine Revolution und gesellschaftliche Umwälzungen. Dafür ist hier ein guter Ort und es ist auch nicht nur unsere eigene Sache. Wir möchten das Wissen vieler Rostockerinnen und Rostocker dafür nutzen und mit ihnen zusammenarbeiten. Wer sich beteiligen will, ist also herzlich willkommen!

Kommt zum Weltfriedenstag auf den Universitätsplatz! Am Sonntag, dem 1. September, ab 15 Uhr stehen dort unsere Informationsstände und es spielen die „Zartgesottenen Melodealer“. Um 16 Uhr beginnt unsere Kundgebung. Seid dabei und protestiert zusammen mit uns:

Gegen Krieg im Nahen Osten und weltweit!

Gegen Kriegspropaganda!

Gegen die fortschreitende Militarisierung der Gesellschaft!

Für eine friedliche und zivile Entwicklung der Region!

Für den Frieden!

Waffenexporte stoppen!

Alle 60 Sekunden wird irgendwo auf der Welt ein Mensch durch Waffengewalt getötet. Das sind 500.000 Männer, Frauen und Kinder im Jahr. Deutschland ist als drittgrößter Rüstungsexporteur der Welt für viele dieser Toten mitverantwortlich.

Das Friedensfest 2013 in Graal-Müritz – die linksjugend [’solid] Rostock war dabei

Jedes Jahr organisiert die LINKE Anfang August in Graal-Müritz ein Friedensfest. Neben einem bunten Kulturprogramm und hochkarätiger Politprominenz waren nicht zuletzt unzählige Infostände auf dem Vorplatz zur Graal-Müritzer Seebrücke vertreten. Auch die linksjugend [’solid] Rostock war stellvertretend für den Landesverband MV vor Ort.

Gut sichtbar, direkt am Eingang des Geländes konnten wir unseren Stand neben dem Infotisch des Rostocker Volkstheaters aufbauen. Nicht zuletzt stand für uns natürlich unsere aktuelle Jugendkampagne „Stell dir vor, wie schön das wär‘…“ zu den anstehenden Bundestagswahlen im Mittelpunkt. Mehrere Flyer, Aufkleber und nicht eine extra für das Friedensfest erstellte Broschüre lagen zusammen mit den „Bundeswehr raus aus den Schulen“ Sampler und anderen Materialien aus.

„Dosenwerfen für Kinder statt schießen für Profite“
Besonderer Beliebtheit erfreute sich auch in diesem Jahr unser Dosenwerfen. Kaum waren die Dosen das erste Mal aufgebaut kam auch schon der erste Junge, der schließlich alle Dosen abwarf und eine kleine Nascherei als Preis mitnehmen konnte. Zeitweise Im Verlauf des nachmittags bildeten sich sogar Schlangen von Knirpsen, die darauf warteten mit den weichen Stoffbällen die Dosen zu treffen. Dabei stellten sich oft nicht die Kleinsten, sondern die Größeren ungeschickt an. Letztlich konnten aber alle in unsere Überraschungsbox greifen.

Gregor Gysi über Leiharbeit
Doch nicht nur für die Kleinen gab es was zu erleben. Unter anderem sprach Gregor Gysi auf dem Fest. Oft erntete er für seine Worte Applaus. Nicht zuletzt seine Ausführungen über Leiharbeit stießen auf großes Interesse. „Leiharbeiter_Innen müssen das gleiche Geld bekommen, wie ihre festangestellten Kolleg_Innen. Ich lasse nur eine Ausnhame zu, nämlich wenn Leiharbeiter_Innen nach französischem Modell bezahlt würden. Dort bekommen sie nämlich 110 Prozent des Lohnes ihrer Kolleg_Innen. Und warum? Die Unternhemen sollen dazu angehalten werden, Festangestellte zu beschäftigen.“ Beifall war im sicher.

Kriegstreiber_Innen auf dem Friedensfest?
Das Friedensfest wird zwar organisiert und finanziert von der Partei DIE LINKE, dennoch nahmen in den vergangenen Jahren auch verschiedenen andere Parteien an den Festen teil. Das ist richtig so, ist Frieden doch keine alleinige Aufgabe der LINKEN, auch wenn sie aktuell die einzige Antikriegspartei im deutschen Bundestag ist. Dennoch müssen sich die Organisator_Innen die Frage stellen, ob neoliberale Kriegsparteien, die darüber hinaus die Agenda 2010 mitgetragen haben und immer noch mittragen, auf einem Friedensfest etwas zu suchen haben. Mit deinem pompösen Aufgebot machten die Bündnisgrünen Werbung für sich und ihre neoliberale Politik. Hier darf Pluralismus nicht mit Beliebigkeit verwechselt werden.

Nichtsdestotrotz war das Wetter sommerlich und die paar Wolken am Himmel zogen so schnell weiter, dass man sie fast garnicht bemerkte. Bei kalten Mochitos vom Cuba Si Stand und der aktuellen Wochenendausgabe der Jungen Welt, deren Kreuzworträtzel man mit den neuen Bleistiften der Linksfraktion im Bundestag ausfüllen konnte, ließen sich auch die kleineren Pausen gut überbrücken, in denen wir nicht mit dem Aufsammeln von Dosen oder dem Führen von Bürger_Innengesprächen beschäftigt waren.

Das Friedesnfest in Graal-Müritz war auch 2013 wieder ein voller Erfolg!

Aufruf zu den Antimilitaristischen Aktionstagen vom 13. bis 15. Juni 2013

Kein Militär und keine Rüstung in Bildung und Wissenschaft – Lernen für den Frieden!

„Nein“ zur Normalisierung des Krieges nach Innen und Außen
Unter dem Deckmantel des „humanitären Krieges“ wird versucht, das „Recht des Stärkeren“ als Prinzip der internationalen Politik durchzusetzen. Doch Frieden und Demokratie lassen sich nicht herbeibomben – Kriege hinterlassen im Gegenteil unzählige Tote, Verwundete und Flüchtlinge sowie die Zerstörung von Umwelt und Infrastruktur. Jeder Krieg verweist auf das Versagen der internationalen Diplomatie und den Unwillen zu einer zivilen Konfliktlösung.

Für emanzipatorische Bildung – „Nein“ zur Militarisierung der Gesellschaft
Bildung und Wissenschaft können dazu beitragen, die Ursachen von Krieg und die Voraussetzungen für Frieden zu ergründen. Alle Menschen können sich mit den drängenden Problemen der Gesellschaft befassen und für eine menschenwürdige Welt wirken. Der Einfluss der Bundeswehr auf die Schulen und militärisch orientierte Forschung und Lehre an Hochschulen zielen stattdessen auf die Vorbereitung, Akzeptanz und Normalisierung von Krieg als Mittel der Politik. Hiergegen setzen wir uns zur Wehr und rufen dazu auf, sich aktiv gegen die Militarisierung der Gesellschaft, für militärfreie Bildung und Wissenschaft einzusetzen.

Dezentrale Aktionstage
Vom 13. bis 15. Juni 2013 sollen in möglichst vielen Städten vielfältige und kreative Aktionen und Veranstaltungen durchgeführt werden. Wir wollen Politik und Öffentlichkeit auf die zunehmende Militarisierung der Gesellschaft aufmerksam machen und für eine friedliche, aufklärerische Ausrichtung von Bildung und Wissenschaft streiten.

Militär und Rüstungsindustrie raus aus der Bildung!
Wir fordern Schulen und Hochschulen auf, ihre Verantwortung für eine friedliche Gesellschaft wahrzunehmen. Die Selbstverpflichtung der Hochschulen auf zivile und friedliche Zwecke durch die Einführung von Zivilklauseln und Beschlüsse von Schulen gegen Kooperationen mit dem Militär sind entscheidende Schritte dorthin.

Die zivile und friedliche Ausrichtung der Hochschulen soll gesetzlich verankert werden. Durch die strukturelle Unterfinanzierung von Bildung und Wissenschaft werden viele Hochschulen in Kooperationen mit Rüstungsunternehmen getrieben. Öffentliche Einrichtungen dürfen jedoch nicht dem Profit durch Rüstung und Krieg dienen. Der Abhängigkeit der Wissenschaft von externen Geldgebern muss daher durch eine ausreichende öffentliche Finanzierung entgegengewirkt werden. Forschungsprojekte und Geldquellen müssen offengelegt werden.

Wir fordern die Regierungen auf, Schulen als zivile Einrichtungen zu erhalten. Wehrdienstberater und Jugendoffiziere werben an Schulen immer intensiver für eine Karriere bei der Bundeswehr und präsentieren den Beruf des Soldaten als ganz normalen Job. Tatsächlich sterben und töten deutsche Soldaten und Soldatinnen in Afghanistan und anderswo. Die Kooperationsabkommen mit der Bundeswehr müssen ersatzlos gekündigt werden. Bildung und Wissenschaft für eine friedliche Welt!

Bundeswehr raus aus den Schulen! Zivilklauseln an allen Hochschulen!

Infos unter: www.antimilitaristische-aktionstage.info

30 Jahre Bündnisgrüne im Bundestag – Eine Bilanz des Scheiterns




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