Archiv der Kategorie 'Atomkraft - Nein danke!'

“Krieg darf niemals ein Mittel der Politik sein” – Der Ostermarsch 2011 in Rostock

Mehr als 40 Friedensbewegte trafen sich heute ab 11Uhr auf dem Doberaner Platz, um eine Kundgebung gegen die anhaltende Kriegspolitik, abzuhalten. Anschließend folgte eine Demonstration zum Kanonenberg.

Mehrere Stände und bunte Fahnen luden viele Passant_Innen ein, sich das rege Treiben auf dem Doberaner Platz näher anzusehen. Interessierte Menschen blieben stehen, nahmen sich Infomaterial mit und führten Disskusionen. Nicht zuletzt der Krieg in Libyen erregte die Gemüter. Ein offenes Mikrophon sorgte für zusätzliche Aufmerksamkeit, und es nahmen eine Reihe von Menschen die Möglichkeit war, ihre Meinungen darzulegen. Es sprachen unter anderem Ida Schillen, Vorsitzende der VVN-BdA Rostock und Mitglied des Bundesvorstand der LINKEN: “Wir fordern den sofortigen Stopp aller deutschen Waffenexporte. Krieg darf niemals ein Mittel der Politik sein.” sagte sie.

Nach einer guten Stunde rief Cornelia Mannewitz alle auf, sich dem Demonstrationszug zum Kanonenberg anzuschließen. Bunte Friedensfahnen, und weiße Tauben ließen den Zug für jeden unübersehbar werden. Am Kröpeliner Tor gab es eine kleine Zwischenkundgebung. Künftig sollen hier Bäume gefällt werden, um ehemaligen militärischen Anbauten an das Tor wieder Platz zu machen. “Wieso gibt es so viele Denkmähler, die mit Krieg zu tun haben? Wieso gibt es kaum Erinnerungsorte für Frieden in unserer Stadt?” fragte eine Frau am Rande der Veranstaltung. Nach der Kundgebung ging es weiter zum Kanonenberg, der früher ebenfalls strategische Bedeutung für die Hansestadt hatte.

Auf der Abschlusskundgebung hob Cornelia Mannewitz noch einmal die Notwendigkeit friedenspolitischer Initiativen hervor, angesichts der anhaltenden Kriege in Afghanistan und im Irak und jetzt auch in Libyen. Sie dankte allen Teilnehmer_Innen für ihr kommen und beendete offiziell die Demo.
Der Vormittag war eine gelungene Aktion, bei der viele Menschen erreicht werden konnten und eine Abwechslung zu den Fahrrad-Demos der letzten Jahre war es alle Mal. Auch in Zukunft werden solche und andere Aktionen nötig sein, um weiter für eine friedliche Welt ohne Kriege und Waffen zu streiten.

Quelle: VVN-BdA Jugend M-V

Mit Atomstrom ist alles doof! – Plakate in Rostocker Innenstadt aufgetaucht

In der Nacht vom Freitag zu Sonnabend sind in der Rostocker Innenstadt mehrere hundert Aufkleber mit der Aufschrift „Mit Atomstrom ist alles doof!“ und „Sexistische Rollenklischees haben so einen Barth“ aufgetaucht.
Wir fühlen uns geehrt, dass unsere Aufkleber offenbar so gut ankommen, dass sie gleich massenweise den Weg ins öffentliche Straßenbild gefunden haben.

Da wir natürlich keine Ahnung haben, wer dort gegen Atomstrom und Sexismus aktiv geworden ist, möchten wir ans bei den anonymen Helfer_Innen bedanken.

Aus Fukushima lernen heißt: Atomkraft abschalten! – 500 bei Antiatmdemo in Rostock!

Etwa 500 Menschen waren dem Aufruf zur Solidaritätskundgebung am Universitätsplatz mit anschließendem Demo-Zug gefolgt. Ein breites Bündnis aus verschiedenen Parteien, Verbänden und Initiativen hatte aufgerufen, sich mit den Opfern der japanischen Katastrophe zu solidarisieren.

Kurz nach 10Uhr sprach der erste Redner auf der Kundgebung. „Der Kampf gegen die Atomenergie ist keine Sache einer Legislaturperiode. Es ist eine uns alle bedrohende Gefahr, die nicht zum Wahlkampf missbraucht werden darf“ sagte der Sprecher des Antiatombündnisses Nord Ost. Verhaltenes klatschen bei den Menschen die sich unter SPD und Grünen Fahnen versammelt hatten. Um so mehr klatschen die Anderen.Während der Kundgebung kamen weitere Atomkraftgegner_Innen zum Uni Platz, sie waren zuvor bei einer Andacht in der Marienkirche für die Betroffenen des Atomunglücks in Japan.

Nach einer guten halben Stunde setzte sich der Dem-Zug in Bewegung in Richtung Neuer Markt. Mit Sprüchen wie „Atomausstieg? Jetzt!“ zog der Tross über die breite Straße bis zum Kröpeliner Tor und bog dann wieder in die Lange Straße. Nebenbei wurden Flugblätter, Zeitungen und Aufkleber an Passant_Innen verteilt. Kurz vor 12Uhr waren Alle wieder am Universitätsplatz, an dem Die Veranstaltung für beendet erklärt wurde. Viele Menschen nahmen noch die Möglichkeit war, mit einander zu reden und Neues auszutauschen.

Alles in Allem war es eine typisch bürgerliche Demo, die von neoliberalen Kriegsparteien, wie den Grünen, dominiert war. Bei einer längerfristigen und besser durchgeführte Mobilisierung hätte die Demo sicherlich doppelt so groß sein können.
Nichts desto Trotz ist und bleibt unser aller Forderung:

AKWs abschalten! Atombomben verschrotten!

Anti-Atom Demonstration in Greifswald!

Der sonst so leere Platz ist heute von einem Fahnen-meer gefüllt. Das gesamte Spektrum der Atomkraft-Gegner hat sich versammelt. An vorderster Front mit dabei linksjugend [‘solid].
Mit Transparenten, Fahnen und Demonstrationsrufen („eon will die Merkel poppen – wir wollen nur den Castor stoppen“) und Dank hervorragender Zusammenarbeit der Ortsgruppen wurde unsere Gruppe zu einem der am meisten beachtetsten im ganzen Zug. Und das nicht nur von der Presse.
Dem friedlichen Protest folgten laut Angaben der Veranstalter ca. 3600 Menschen, und wurde somit zur größten Anti-Atom-Demo in ganz Ostdeutschland.
Jetzt heißt es in die Hände gespuckt – es geht weiter – der Castor kommt.

Weitere Artikel findet ihr hier:
ContrAtom – unabhängiges informationsnetzwerk gegen atomenergie
Infoportal für linke Kultur und Politik Rostock
linksjugend [´solid] Stralsund und Nordvorpommern
SDAJ Rostock

Strahlende Aussichten in Meck-Pomm

Am 16.12.2010 wird ein Castor seine gefährliche Fracht durch unser Land schmuggeln. Die 4 Behälter aus dem südfranzösischen Cadarache werden ins Noch-Zwischenlager Lubmin bei Greifswald (auf das ehemalige Gelände eines AKWs) gebracht. Dieses Lager hat nicht die Möglichkeit beschädigte Castorbehälter, im Falle einer Beschädigung, mit einer „heißen Zelle“ zu reparieren.

Nachdem im Wendland der Castortransport rekordverdächtig aufgehalten wurde, wollen wir zeigen, dass auch Lubmin kein ruhiges Hinterland für die Atomindustrie ist. Um eine effektive Blockade hinzubekommen, ist eure Hilfe nötig. Deshalb: Kommt nach Lubmin und helft uns, auch diesen Castortransport zu einem Desaster zu machen! Und nicht nur diesen Transport: Fünf weitere Behälter folgen im Frühjahr 2011.

Atomkraft kann und wird nicht die letzte Stufe der Energiegewinnung sein. Es gibt andere Wege. Konzerne haben Deutschland unter sich aufgeteilt, diktieren die Preise und stecken die Gewinne in die eigene Tasche, anstatt die Entwicklung z.B. bei der Brennstäbebeseitigung oder der erneuerbaren Energien voranzutreiben.

Die Politiker beugen sich dem Willen der Lobby: Stichwort Laufzeitverlängerung. So wird noch mehr Müll produziert, wobei wir ja jetzt noch nicht mal wissen, wohin damit. Müll selbst noch für die Enkel unserer Enkel.

Wenn das nicht Grund genug für eine Blockade ist – was dann? Das Gleis zwischen Greifswald und Lubmin ist nicht Bestandteils des Personenverkehrs und ca. 27 km lang.

Unser Ziel ist den Castor so lange wie möglich friedlich aufzuhalten, um der Atomlobby und den Politikern zu zeigen: So könnt ihr mit uns nicht umgehen. Zusätzlich fordern wir, dass die Atomlobby die Kosten der Transporte alleine trägt. Unterstützt uns! Gegen den Castor am 16. Dezember!

weitere Infos: www.lubmin-nixda.de




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