Archiv für Januar 2014

Nach Gedenken 2014: Erinnerung an die Opfer des Holocausts auch weiterhin notwendig

Am 27. Januar jährte sich die Befreiung des Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau durch die Rote Armee zum 69. Mal. Wie jedes Jahr organisierte die VVN-BdA (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschist_innen) Rostock auch 2014 eine Gedenkkundgebung am Mahnmal für die Opfer des Faschismus in Rostock am Steintor.

Trotz Minustemperaturen und Schnee folgten über 60 Menschen aus unterschiedlichsten politischen Zusammenhängen und allen Altersstufen dem Aufruf, auch 2014 an die Verbrechen der Nazis zu erinnern und die Opfer zu würdigen.

Hauptrednerin dieses Jahr war Ellen Brombacher. Nach einigen einleitenden Worten von Ida Schillen, Mitglied im Bundesvorstand der LINKEN und Vorsitzende der Rostocker VVN-BdA, schilderte Ellen eindrucksvoll, welche Erlebnisse sie, ihre Familie und ihre Freunde mit den Nazis machen mussten.

Rassismus, Antisemitismus und Hass auf vermeintlich Fremde sind aber keine Dinge der Vergangenheit, sondern auch heute noch reale Probleme. Die neofaschistische NPD sitzt in der Rostocker Bürgerschaft und im Landtag, der rechtsterroristische NSU ermordete hier mindestens einen Mitmenschen, Nazis in den Berufsschulen und der Universität – dies sind nur einige Beispiele für die Schwierigkeiten, mit denen wir heute noch beschäftigen müssen.

Umso wichtiger sind Veranstaltungen, wie die am Rosengarten. Nur wer die Vergangenheit versteht, kann Fehler in der Gegenwart und Zukunft verhindern. Trotz einer kleinen Verspätung und so mancher technischer Tücke war das Gedenken an die Opfer des Holocausts auch in diesem Jahr eine würdige Veranstaltung, zu der seit einigen Jahren auch immer mehr junge Menschen kommen. Vielen Dank allen, die an der Kundgebung teilgenommen haben und einmal mehr ein Zeichen für eine „Welt des Friedens und der Freiheit“ gesetzt haben, wie es schon im Schwur von Buchenwald heißt, den sich die Überlebenden Buchenwalder Häftlinge nach ihrer Befreiung im April 1945 feierlich ablegten.

Neuer Reader zum Religionsthematik

Seit einigen Wochen gibt es einen neuen Reader vom Bundesverband. Dieser beschäftigt sich mit grundsätzlicher Kritik der Religion und Esoterik sowie mit der Sicht auf Frauen, Homosexuelle und mehr in verschiedenen Religionen. Ladet euch den Reader HIER herunter oder holt euch eine Ausgabe bei usneren Ortsgruppentreffen jeden Donnerstag in der Stephanstraße 17!

Gemeinsamer Appell der politischen Jugendorganisationen

Gemeinsamer Appell der Jusos, der Grünen Jugend, der Linksjugend [’solid] und der Jungen Union in Mecklenburg-Vorpommern – Zukunftsfähigkeit Mecklenburg-Vorpommerns als Hochschulstandort sichern

Mecklenburg-Vorpommern ist mit seinen Universitäten und Hochschulen ein attraktiver Hochschulstandort. Die Auswirkungen des demografischen Wandels dürfen nicht zu einem unbedachten Strukturrückbau im Bildungsbereich führen.

Wir müssen den demografischen Wandel als Herausforderung begreifen und unsere Hochschulen zukunftsfähig machen. Der Wissenschaftsstandort in Mecklenburg-Vorpommern sollte auch in Zukunft für Qualität in Lehre und Forschung stehen und darum gilt es, dies weiter zu fördern und derzeitige Fehlentwicklungen bei der Hochschulfinanzierung zu korrigieren. Aber es geht uns nicht nur um den demografischen Wandel, sondern auch um das Grundrecht auf gute Bildung. Denn mit zum Teil überfüllten Hörsälen und Seminaren, sowie maroden Gebäuden können die Hochschulen dieses Grundrecht nicht immer gewährleisten.

Der Bevölkerungsrückgang darf nicht zu einem Kürzungsautomatismus in allen Politikbereichen führen. Im Bereich Bildung geht jede Kürzung zu Lasten der Zukunftsfähigkeit unseres Landes. Unsere Hochschulen müssen auch einem bundesweiten Wettbewerb standhalten können. Wenn immer weniger junge Leute aus dem eigenen Bundesland studieren, heißt das umso mehr, auch Studierende aus anderen
Bundesländern für unser Bundesland zu begeistern. Wir wollen nicht, dass unser Land zum Beispiel für eine Abwärtsspirale der demografischen Entwicklung wird. Denn weniger Studierende heißen: Weniger junge Menschen die sich in die kulturelle und wirtschaftliche Entwicklung unseres Landes einbringen. Weniger junge Menschen die mit ihren Ideen und Hoffnungen unser Land bereichern. Weniger junge Menschen die Demokratie und Gesellschaft mitgestalten.

Wir müssen Strategien entwickeln, um unser Land weiterzuentwickeln und das funktioniert nur mit guten Bildungsangeboten! Wir, die politischen Jugendorganisationen, fordern, dass Bildung in Mecklenburg- Vorpommern Priorität hat. Wir fordern die Landesregierung auf, künftig mehr in unsere Hochschulen zu investieren, um die Zukunft Mecklenburg-Vorpommerns zu sichern.




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