Archiv für September 2013

Die linksjugend [’solid] Rostock empfiehlt: Morgen wählen gehen!

Nicht ganz so scheisse wie die anderen …

Soziale Ungerechtigkeit. Mieten steigen, Löhne nicht. Milliarden für Bankenrettung, kein Geld für selbstbestimmte Bildung. Steigender Leistungsdruck in Schule und Ausbildung. Überwachung durch Staat und Wirtschaft. Umweltzerstörung für Profite. Das ist das Ergebnis der Politik von CDU und FDP und auch SPD und Grünen.

Nur DIE LINKE hat konsequent gegen die Bankenrettungen, gegen alle Kriegseinsätze gestimmt und für Mindestlohn und Millionärssteuer gekämpft. Nur sie hat Alternativen zu grenzenlosem Wachstum und zum Profitsystem. Nur sie setzt sich für ein demokratisches und soziales Europa ein.

If nothing goes right, go left! Am 22.9. wird wieder gewählt. Wir kämpfen für eine starke LINKE Opposition auch im nächsten Bundestag. Für gutbezahlte Ausbildung und eine Übernahmegarantie für alle Auszubildenden, für Arbeitszeitverkürzung, für gleichen Lohn von Frauen und Männern, für eine Obergrenze bei den Mieten. Gegen Geheimdienste, für freies Internet, für die Legalisierung von Drogen und für ein Verbot von Waffenexporten.

Doch das allein reicht nicht. Für grundlegende Veränderungen müssen wir selbst aktiv werden. Um die Profitinteressen der Wirtschaft und rassistische oder sexistische Stimmungsmache zurückzudrängen, braucht es starken gesellschaftlichen Gegenwind. Ob bei der Blockade von Nazidemos, beim Protest gegen Zwangsräumungen in der Nachbarschaft oder, oder, oder: Wir müssen unseren Arsch hochkriegen! Wir kämpfen für mehr Mitbestimmung in Schulen für, selbstverwaltete Jugendzentren, für mehr Demokratie statt nur Stellvertretung. Wir brauchen öffentliches statt privates Eigentum, einen Bruch mit der Profitlogik. Wir wollen die Gesellschaft, in der der Profit alles und der Mensch nichts zählt, radikal verändern. Und was ist mit dir?

Pressemitteilung: Filmvorführung „Jarhead – Willkommen im Dreck!“ am 25. September im Bildungskeller der Universität Rostock

Am 25. September zeigt die linksjugend [’solid] Rostock den Film „Jarhead – Willkommen im Dreck!“ im Bildungskeller (Ulmenstraße 69, Haus 3) an der Universität Rostock. Die Vorführung beginnt 18 Uhr.

1990. Nachdem der Irak in sein Nachbarland Kuwait einmarschiert ist, mischen sich die USA gemeinsam in den Krieg ein. Vor diesem Hintergrund spielt „Jarhead“.
Der junge Anthony Swofford, der die zentrale Filmfigur darstellt, geht zur US-Army und wird dort als Scharfschütze ausgebildet. Seine zunächst heroischen Vorstellungen von der Armee und vom Krieg verwirft „Swoff“, wie er von seinen Freunden genannt wird, jedoch schnell. Bereits in der Ausbildung stirbt ein Rekrut durch Maschinengewehrfeuer bei einem Unfall. Doch der eigentliche Schrecken steht ihm noch bevor: Swoff wird zusammen mit zehntausenden anderen Soldaten nach Saudi-Arabien verlegt. Fern von seiner Familie und seiner Freundin wird der Einsatz für ihn zur Hölle auf Erden. Doch auch nach seiner Rückkehr in die USA ist nichts wie vorher. Swoff steht vor den Scherben seines zerbrochenen Lebens.

Der Film macht eines deutlich: Krieg ist kein Spiel, sondern tödlicher Ernst. Im Anschluss an den Film wird es die Möglichkeit zur Diskussion geben.

Der Eintritt ist frei. Neonazis und Angehörige rechtsradikaler Gruppen oder Organisationen sind von der Veranstaltung ausgeschlossen. Die Veranstaltung findet statt mit freundlicher Unterstützung der Partei DIE LINKE. Mecklenburg-Vorpommern.

Bei weiteren Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung unter solid-rostock[ätt]gmx.de.

Internet: http://solidrostock.blogsport.de/
Facebook: https://www.facebook.com/pages/Linksjugend-solid-Rostock/443586225676844

Versuchskaninchen Fußballfan?

Höher, schneller, weiter – so bewegt sich die Gewaltspirale in deutschen Fußballstadien. Zumindest, wenn man den Innenminister*innen der Länder und den einschlägig bekannten Boulevardzeitungen Glauben schenkt, die sich mit bedrohlichen Schlagzeilen überschlagen. Die BILD glänzte gar mit einer Gewalttabelle, damit jede*r weiß, wie gefährlich der eigene Verein wirklich ist. Dabei stützten sich Journalist*innen immer wieder auf die Statistiken der Zentralen Informationsstelle Polizeieinsätze (ZiS). Die ZiS beobachtet die angeblich gewaltbereiten Fans in der 1. und 2. Bundesliga. Die Zahlen über die Menge gewaltbereiter Fans taugen jedoch nichts. Das wird unter anderem dann klar, wenn man weiß, dass darunter auch Fans gezählt werden, die bei Polizeieinsätzen im Stadion durch Tränengas der Polizei oder Angriffe von anderen Fans verletzt werden. Das Opfer wird in der Statistik gewaltbereiter Fußballfans zur*m potenziellen Täter*in.

Ganz zu schweigen von der Endlosdebatte um Pyrotechnik im Stadion. Man mag zu der Frage stehen, wie man will, aber hunderte Unfälle aufgrund von Feuerwerkskörpern jedes Jahr zu Silvester haben bisher nicht dazu geführt, dass sich ein*e Politiker*in für das Verbot der Böllerei eingesetzt hat. Im Gegenzug wird so getan, als ob es andauernd Tote und Verletzte aufgrund von Pyrotechnik in deutschen Stadien gebe. Die Diskussion wird auf völlig unnötige Weise dramatisiert.

Zuletzt bekam der Konflikt zwischen Fans, die sich pauschal verunglimpft fühlen, einen neuen Eskalationsschub. Die DFL (Deutsche Fußballliga) hatte im letzten Jahr die Verabschiedung eines Sicherheitskonzepts für die Profi ligen angekündigt, das ein »sicheres Stadionerlebnis« garantieren sollte. Vor allem am Zustandekommen gab es erhebliche Kritik von den Fans fast aller Vereine und einigen Vereinsführungen, da diese in
keinerlei Weise an der Erarbeitung beteiligt wurden.

Fans als Versuchskaninchen

Dass Fans von Medien und Politik vor allem als Gefahr wahrgenommen werden, ist nichts Neues. Da waren einmal die Worte des Innenministers von Mecklenburg-Vorpommern, Lorenz Caffier. Dieser wollte Nacktscanner zunächst in Fußballstadien testen, bevor diese an Flughäfen zum Einsatz kommen könnten. Fußballfans werden als Versuchskaninchen für Maßnahmen angesehen, die später auch in anderen gesellschaftlichen Bereichen Anwendung fi nden können. Die nötige gesellschaftliche Akzeptanz für solche Maßnahmen gegen Fans gibt es aber nur, wenn man sie vorher als gefährlich darstellt und ihre Aktivitäten im und rund ums Stadion kriminalisiert, um entsprechende Statistiken daraus abzuleiten.

Die Fans haben auf die Ankündigung des Sicherheitskonzeptes mit dem in der deutschen Fußballgeschichte umfassendsten Protest reagiert. Unter dem Motto »Keine Stimmung ohne Stimme« blieben im Dezember 2012 die Fankurven bei nahezu allen Begegnungen der drei Profiligen in den ersten Spielminuten still. Zwar wurde das Konzept trotzdem verabschiedet, aber der Widerstand hat sich gelohnt und gezeigt, wozu Fans konkurrierender Vereine in der Lage sind, wenn sie gemeinsame Interessen voranstellen. Es bleibt außerdem abzuwarten, welche Maßnahmen aus dem Sicherheitskonzept angewendet werden.

Wir, die Linksjugend [‚solid], fordern einen bedingungslosen Dialog mit den Szenen der Ultras auf der einen und den Vereinen, der DFL und dem DFB auf der anderen Seite. In diesem Dialog soll es keine Tabus geben, Transparenz und Öffentlichkeit sind zu schaffen. Einseitige Berichterstattung auf Kosten der Fans lehnen wir ab, genauso wie vermeintliche Statistiken und ihre falsche Auslegung.

Ziel des Dialogs ist ein Aufeinanderzugehen der Lager, ohne dass die eine oder andere Seite ihr Gesicht verliert. Die linksjugend [’solid] unterstützt die größte Jugendbewegung in der BRD in ihrem Kampf, damit diese ihre Vereine auch in Zukunft kreativ, bunt, friedlich und laut stark unterstützen kann.

GEGEN DEN MODERNEN FUSSBALL!!!

Rückschau und Ausblick zu unseren antimilitaristischen Aktionen im September

Seit Wochen tobt in der Hansestadt der Bundestagswahlkampf und auch die linksjugend [’solid] Rostock beteiligte sich mit vielen Aktionen und Initiativen an der besonders politisierten Zeit vor den Wahlen.

Weltfriedenstag – auch 2013 mit unserer Beteiligung
Schon in den frühen Morgenstunden staunten die ersten Rostocker_Innen nicht schlecht: an vielen Orten hingen weiße Friedenstauben mit der Aufschrift „Frieden – DIE LINKE.“ Die Papiertauben wurden zuvor von Mitgliedern der Partei und Aktivist_Innen der linksjugend [’solid] gehangen.
Wie in den vergangenen Jahren haben wir uns auch 2013 an der Kundgebung des Rostocker Friedensbündnisses zum Weltfriedenstag am ersten September mit einem Infostand beteiligt. Neben den Flugblättern und Stickern unserer landesweiten Kampagne „Stell dir mal vor wie schön das wär‘ …“ haben wir die Musiksampler „Bundeswehr raus aus den Schulen“ und einiges andere Marterial veteilt. Trotz des relativ miesen Wetters kamen mehrere dutzend Menschen auf den Rostocker Uni Platz und informierten sich nicht zuletzt über die angespannte Lage in Syrien.

Antimilitaristischer Infostand am Stadthafen
Infostände an sich klingen ziemlich langweilig und werden in der Regel von den Menschen kaum oder garnicht beachtet. Anders sollte es bei unserem Infostand mit Gesprächscafé am 13. September auf der Headgehalbinsel sein. Im Vorraus des Standes verteilten wir rund 1.000 Flugblätter vor Schulen und an anderen Orten und machten so auf uns aufmerksam. Besonders interessant schien der dem Flyer beigefügte Gutschein zu sein. Beim Vorzeigen eines der Flugblätter gab es eine kostenlose Cola bzw. Limonade – Fair Trade, versteht sich.

Bei sonnigem Wetter und ausgelassener Stimmung konnten so manche Gespräche mit jüngeren und älteren Menschen geführt werden. Der volle Einsatz und die gute Vorbereitung haben am Ende unseren Stand zu einer gelungenen Aktion gemacht.

Zentrale Wahlkampfveranstaltung in Rostock
Am 15. September fand auf dem Universitätsplatz die zentrale Wahlkampfveranstaltung der LINKEn in Rostock statt. Als Gastredner war Gregor Gysi eingeladen. Bereits Tage und Wochen vor der Veranstaltung wurden mehrere zehntausend Flyer verteilt und hunderte Plakate an die Laternen gehängt, um auf dieses Großevent hinzuweisen.
Natürlich waren wir auch hier mit am Start und stellten neben einem eigenem Stand auch Ordner. Weit über 600 Menschen kamen, um die Rede Gysis zu hören und sich an den verschiedenen Ständen mit aktuellen Informationen einzudecken. Auch an unserem Stand war das Interesse so groß, dass sich zeitweise Schlangen bildeten. Besonders beliebt waren unsere neuen Lineale mit der Aufschrift „Friedlich leben und lernen … statt morden und sterben“, die restlos verteilt wurden. Auch gingen die „Bundeswehr raus aus den Schulen“ Sampler weg wie die sprichwörtlichen warmen Semmel. Auch auch Stoffbeutel mit der Aufschrift „If nothing goes right, GO LEFT!“ wurden gerne genommen. Neugierige Blicke zogen auch die ebenfalls vom Bundesverband herausgegeben Urinellas auf sich. Die bekannten „Beim Bund ist alles doof“ und „Bundeswehr – Karriere mit Zukunft“ Sticker rundeten das Angebot ab und fanden ebenfalls den Weg in die Taschen vieler junger und – wir staunten nicht schlecht – älterer Menschen. Neue Kontakte und interessante Gespräche kamen auch hier nicht zu kurz.

Das wars? Noch lange nicht!
Wer jetzt denkt, wir müssten doch langsam müde sein, der irrt! Die nächsten Termine stehen schon fest. Kommt am 18. September ab 18 Uhr in den Bildungskeller der Universität Rostock (Ulmenstraße 69, Haus 3, immer den Schildern folgen) und seht mit uns zusammen zwei interessante Dokumentationen, die einem das Grauen des Krieges in erschreckender Echtheit nahebringen. Der Eintritt ist kostenlos. Am 25. September, genau eine Woche später und ebenfalls im Bildungskeller ab 18 Uhr, zeigen wir den Film „Jarhead – willkommen im Dreck“.
Die Veranstaltungen finden mit freundlicher Unterstützung der Partei DIE LINKE Mecklenburg-Vorpommern statt. Der Eintritt ist kostenlos. Wenn ihr kommen möchtet und nicht sicher seit, ob ihr den Weg findet, schreibt uns unter solid-rostock[ätt]gmx.de. Neofaschist_Innen ist der Zutritt untersagt, gegebenenfalls wird Gebrauch vom Hausrecht gemacht.

Viele kleine und große Revolutionen… – If nothing goes right, Go LEFT!

Für grundlegende Veränderungen müssen wir selbst aktiv werden. Um die Profitinteressen der Wirtschaft und rassistische oder sexistische Stimmungsmache zurückzudrängen, braucht es starken gesellschaftlichen Gegenwind. Ob bei der Blockade von Nazidemos, beim Protest gegen Zwangsräumungen in der Nachbarschaft oder, oder, oder: Wir müssen unseren Arsch hochkriegen! Wir kämpfen für mehr Mitbestimmung in Schulen für, selbstverwaltete Jugendzentren, für mehr Demokratie statt nur Stellvertretung. Wir brauchen öffentliches statt privates Eigentum, einen Bruch mit der Profitlogik. Wir wollen die Gesellschaft, in der der Profit alles und der Mensch nichts zählt, radikal verändern. Und was ist mit dir?




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