Archiv für Juli 2012

Don‘t stop me now – Kulturangebote in Rostock erhalten!

2012 scheint in Rostock der Sommer der geschlossenen Veranstaltungsorte zu werden. Das Hansakino in der Maßmannstraße wurde nach dem Umzug des LiWus geschlossen – und soll es auch bleiben. Als Grund werden technische Störungen und nötige Umbauarbeiten genannt, die niemand bezahlen kann. Was mit dem Gebäude passiert, ist bisher unklar. Und dann vermeldet auch noch der Meli-Club, dass sie Insolvenz anmelden müssen! Im Meli laufen bisher noch Veranstaltungen, die immer aktuell auf der Internetseite des Melis angekündigt werden. Wir und die Betreiber*innen hoffen, dass der Betrieb noch bis zum Meli Open Air am 18.8. (u.a. mit Dritte Wahl) aufrecht erhalten werden kann. Auch wenn wir die letzten Tage dort noch genießen werden, ist es traurig zu sehen, wie Kulturangebote, die nicht völlig in die Schubladen Mainstream-Disko und Hollywood-Kino passen, aus dem Stadtzentrum verschwinden. Übrig bleiben Veranstaltungsorte, in denen die Preise hoch und die Angebote beliebig und berechenbar sind.

Das Meli besteht seit 1977 und war einer der zahlreichen Clubs, die von den Studierenden in Rostock gegründet wurden. Während LT, ST und der ehemalige Interclub immer kommerzieller wurden, erhielt sich das Meli den Charme eines von Studierenden geführten Ladens, der existierte um Spaß zu machen und nicht um Gewinne zu erwirtschaften, was sich auch in den humanen Getränke- und Eintrittspreisen widerspiegelte.

Das Hansa-Kino wurde zwar vom Cinestar betrieben, hatte sich aber als Ergänzung zu Capitol und Cinestar in Lütten Klein vor allem Nieschenfilme auf die Fahnen geschrieben und lange auch etwas ältere Filme zu günstigeren Preisen gezeigt.

Gerade in Zeiten, in denen kulturelle Teilhabe für viele Menschen zunehmend unbezahlbar wird, bedauern wir es, wenn immer mehr halbwegs erschwinglichen Angebote aus der Gegend verschwinden. Wir wünschen uns, dass die Vielfalt in der Stadt erhalten und ausgebaut wird und die Gleichschaltung nicht weiter voran schreitet!

Weniger als eine Stunde: „Deutschlandtour“ in Rostock floppte völlig

Die NPD wollte heute mit ihrem „Flaggschiff“, einem kleinen PKW, in Rostock auf dem Neuen Markt vorfahren. Aus Angst vor Gegendemonstrant_Innen hatte die NPD erst gestern Nachmittag den Infostand angemeldet. Doch die Taktik ging nicht auf und so standen etwa 300 Menschen bunt gemischt aus Gewerkschaften, Parteien, Jugendverbänden und Antifa-Gruppen schon auf dem Markt gegenüber dem Rathaus, um David Petereit und seine braunen Kameraden kurz nach 11Uhr zu empfangen. Schrille Trillerpfeifen und Buh-Rufe empfingen die NPD, die – wie schon so oft in der Vergangenheit – von der hiesigen Polizei beschützt wurden.


Ein guter Auftritt sieht anders aus – Die NPD in Rostock

Nach zwei kurzen Reden, die dank dem Dauerpfeifen für niemanden zu verstehen waren und einiger schlechter Rechtsrock-Musik, war die „Deutschlandtour“ für die NPD in der Hansestadt schon wieder gelaufen. Wir danken allen, die Flagge gezeigt haben gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit.

Linksjugend fordert Jusos und Grüne Jugend zu Verzicht auf Allianz Spenden auf

Zu den Spenden des Allianz-Versicherungskonzerns in Höhe von insgesamt 150.000 Euro an alle im Bundestag vertretenen Parteien und ihre Jugendorganisationen außer Die Linke erklärt Julia Range, Bundessprecherin der Linksjugend [`solid]: „Wir sind weiterhin stolz darauf, keine Spenden von Unternehmen zu erhalten. Wir sind ein unabhängiger Jugendverband, der sich kritisch mit dem Wirtschaftssystem und seinen Auswirkungen sowie der Diskussion von Alternativen in der Gesellschaft auseinandersetzt. Wer solche Unternehmensspenden annimmt, gibt damit seine Unabhängigkeit in der politischen Arbeit auf und macht sich mitschuldig an der Unterhöhlung der Demokratie.”

Daher fordert die Linksjugend [’solid] die Führungsspitzen von SPD und Grünen auf, auf die an sie gerichteten Spenden zu verzichten. Range weiter: „Ebenso appellieren wir an die Jusos und Grüne Jugend – als wichtige BündnispartnerInnen in vielen Bereichen – die Annahme solcher Spenden grundsätzlich zu verweigern und somit ein deutliches Zeichen gegen Lobbyismus und gegen politische Einflussnahme seitens der Wirtschaft zu setzen.“

Dass nun auch Jugendverbände von Großkonzernen „geschmiert“ werden, dürfe nicht zur Normalität werden. Deshalb fordert die Linksjugend [’solid] ein generelles Verbot von Unternehmensspenden. “Wir lassen uns unter keinen Umständen unsere zwingend notwendige Kapitalismuskritik verbieten, während sich gleichzeitig die Prekarisierung der Lebensverhältnisse junger Menschen stetig verschärft – schon gar nicht mit Spenden von Großkonzernen!”, so die Bundessprecherin.

Quelle: www.linksjugend-solid.de




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